
Der Greenworks Tools 23017 1200W ist ein kabelgebundenes Modell der vorherigen Generation in der Greenworks-Reihe, die heute stark auf die 24V-, 40V- und 48V-Batterieplattformen ausgerichtet ist. Diese Positionierung macht ihn zu einem besonderen Gerät, das für diejenigen gedacht ist, die eine stetige Leistung ohne Einschränkungen der Akkulaufzeit und einen niedrigen Einstiegspreis wünschen. Wir haben ihn hinsichtlich seiner am wenigsten dokumentierten technischen Punkte überprüft.
Motor 1200W und Schnittgeschwindigkeit: Was das Datenblatt nicht sagt
Der 1200W-Motor platziert den 23017 über den meisten handelsüblichen elektrischen Rasentrimmern, die eher um 600 bis 900W liegen. Diese Leistung ermöglicht es ihm, eine doppelte Funktion als Rasentrimmer und Freischneider zu erfüllen, mit einem austauschbaren Schnittsystem aus Faden/Klinge.
Im Freischneider-Modus greift die Klinge dichte Gräser und holzige Unkräuter an, ohne nennenswerte Drehzahlverluste, vorausgesetzt, man arbeitet bei trockenem Wetter. Bei nassem Gras bildet sich ein breiiger Belag unter dem Gehäuse, der die Rotation mechanisch bremst, was die Schnittqualität beeinträchtigt und den Motor unnötig belastet.
Der Schnittfaden nutzt sich bei diesem Modell schnell ab. Wir beobachten, dass ein Austausch in kurzen Intervallen notwendig ist, sobald man etwas hartnäckigere Bereiche bearbeitet. Die halbautomatische Fadenführung durch Bodendruck kompensiert diese Abnutzung teilweise, entbindet jedoch nicht von der Notwendigkeit, Ersatzspulen einzuplanen. Vor einer Investition kann es hilfreich sein, eine detaillierte Bewertung des Greenworks Tools 23017 1200W zu konsultieren, um diesen Kompromiss zwischen Leistung und Fadenverbrauch zu bewerten.

Ergonomie des Griffs und Motorbalance hinten
Der Motor ist am Ende des Rohrs montiert, was den Schwerpunkt in Richtung Benutzer verlagert. Auf dem Papier ist dies eine kluge Wahl für das Gleichgewicht im Freischneider-Modus. In der Praxis benachteiligt der lange Griff den Rasentrimmer-Modus für Benutzer von durchschnittlicher Größe. Der Abstand zum Boden wird übermäßig und zwingt dazu, das Gerät zu neigen, was bei längeren Einsätzen die Handgelenke ermüdet.
Es sind zwei Griffe vorhanden: ein geformter Hauptgriff und ein verstellbarer Hilfsgriff. Die Arbeitsposition lässt sich in mehreren Stufen einstellen, ein geschätzter Punkt, der bei vielen Konkurrenzmodellen in dieser Preisklasse fehlt.
Der Sicherheitsschalter muss während der gesamten Nutzungsdauer gedrückt gehalten werden. Dieser Mechanismus, der bei kabelgebundenen Freischneidern üblich ist, führt zu einer Ermüdung der Bedienhand nach etwa zwanzig Minuten kontinuierlicher Nutzung. Hier gibt es keinen Geschwindigkeitsregler oder einen progressiven Abzug.
Schnittbreite und Vielseitigkeit Faden/Klinge des Greenworks 23017
Die Schnittbreite erreicht einen sehr großzügigen Wert für ein elektrisches Gerät dieses Segments. Dies ist das Hauptargument des 23017 gegenüber der direkten Konkurrenz, insbesondere dem Bosch Combitrim ART 26, dessen Schnittbreite deutlich geringer ist.
Diese Breite bringt einen echten Zeitgewinn auf mittelgroßen bis großen Flächen, stellt jedoch ein Problem der Präzision in engen Bereichen (Beeteinfassungen, Zaunpfosten) dar. Im strikten Randmodus ist ein Gerät mit einem kompakteren Kopf handlicher.
Das 2-in-1-System Faden/Klinge funktioniert durch einfache mechanische Austauschbarkeit:
- Fadenmodus (Rasentrimmer) für die Rasenpflege, die Ränder von Wegen und weiche Gräser. Standard-Nylonfaden, kompatibel mit handelsüblichen Spulen.
- Klingenmodus (Freischneider) für hohes Gras, feine Brombeeren und überwucherte Hänge. Die Metallklinge schneidet sauberer, erfordert jedoch mehr Vorsicht in der Nähe harter Hindernisse.
- Wechsel zwischen den Modi ohne Werkzeug, in wenigen Handgriffen. Die Verriegelung ist mechanisch und zuverlässig, ohne spürbares Spiel nach mehreren Zyklen.
Grenzen des kabelgebundenen Formats für das Freischneiden
Der Netzanschluss beschränkt den Aktionsradius. Auf einem mittelgroßen Grundstück ist ein Verlängerungskabel mit ausreichquater Querschnitt unerlässlich, um Spannungsabfälle zu vermeiden, die das Drehmoment des Motors verringern. Ein unterdimensioniertes Kabel führt zu einer Überhitzung des Motors und macht den Vorteil der 1200W zunichte.
Greenworks fördert inzwischen seine 24V- bis 48V-Batteriereihen für diesen Typ von Hausgebrauch. Der 23017 bleibt relevant für Benutzer, die eine nahegelegene Außensteckdose in der Nähe des Arbeitsbereichs haben und keine Ladezyklen verwalten möchten.

Greenworks 23017 im Vergleich zu akkubetriebenen Rasentrimmern: Welche Wahl im Jahr 2025
Die Greenworks-Reihe hat sich auf kabellose Modelle als Hauptentwicklungsrichtung verlagert. Die 40V- und 48V-Modelle bieten heute vergleichbare Schnittbreiten und Leistungen, mit dem Vorteil der vollständigen Mobilität.
Der 23017 behält zwei Vorteile gegenüber diesen neuen Modellen:
- Ein deutlich niedrigerer Kaufpreis, ohne zusätzliche Kosten für Batterien oder Ladegeräte.
- Eine konstante Leistung ohne Abnahme am Ende der Ladung, was bei der kontinuierlichen Bearbeitung dichten Grases zählt.
- Keine Obsoleszenz aufgrund der Batterietechnologie (keine Zellen, die nach ein paar Saisons ersetzt werden müssen).
Im Gegenzug beschränkt das Netzkabel die Nutzung klar auf nahegelegene Gärten. Für ein weitläufiges oder zersplittertes Gelände haben die 40V-Batterielösungen die Oberhand.
Technisches Fazit zum Greenworks Tools 23017 1200W
Der Greenworks Tools 23017 1200W ist ein ehrliches Werkzeug, das für präzise Anwendungen konzipiert ist: Pflege von Rändern und Freischneiden von mittelgroßen Flächen in der Nähe einer Stromversorgung. Seine Schnittbreite und Motorleistung platzieren ihn über dem Durchschnitt der kabelgebundenen elektrischen Rasentrimmer.
Seine Schwächen sind bekannt und strukturell: langer Griff im Randmodus, ermüdender Sicherheitsschalter, hoher Fadenverbrauch. Wir empfehlen ihn Benutzern, die Budget und rohe Leistung über Bewegungsfreiheit priorisieren. Für andere stellen die 40V- oder 48V-Batteriereihen von Greenworks heute eine vielseitigere Alternative dar, vorausgesetzt, man akzeptiert eine höhere Anfangsinvestition.